Alexander v. Faltin

Hermann Alexander Faltin wurde am 12.12.1819 in Libau, Kurland geboren und am 25.12.1819 in der Trinitatis Kirche zu Libau getauft. Seine Paten waren der Ratsherr Stobbe, Kaufmann Gedovius, der Goldschmied Boltz, eine Demoiselle Johanna Sophia Horn, Demoiselle Johanna Friederike Rothe, und (Geb...?) Schultz.

 

Nach dem Besuch des Gouvernements-Gymnasiums in Riga, studierte Alexander Faltin von 1840 bis 1844  Rechtswissenschaften an der kaiserlichen Universität in Dorpat (Estland). Sein Studium schloss er als  Kandidat der Jurisprudence (Cand. Jur.) ab. 

 

Seit 1845 war er beim kurländischen Obergericht tätig, zunächst als Archivar (1845) und von 1845 bis 1852 als Sekretär des Obergerichts. Von 1852 bis 1853 war er dann Sekretär der kurländischen Gouvernementsregierung in Mitau (Kurland). Seit 1852 stand er im Rang eines Kollegienassessor, was ihm den persönlichen Adelsstand einbrachte. Von 1853 bis 1859 war er Sekretär des Departements für Bauernrechtssachen und Assessor der Kriminaldeputation des Rats in Riga. Von 1859 bis 1881 diente Alexander Faltin als Ratsherr, Präses des Vogteigerichts und seit 1869 des Wettgerichts in Riga.

 

Im Jahr 1864 war Alexander Faltin Delegierter der Stadt Riga in der baltischen Zentraljustizkommission in Dorpat. Seit 1853 war er Direktor und von 1886 bis 1894 Präsident der Riga-Dünaburger Eisenbahn, und Präsident der Riga Tuckumer Eisenbahn. Zudem gab er die Anregung für den Bau der Riga-Mitauer Bahn.

 

Alexander Faltin war Mitbegründer der liberalen Baltischen Monatsschrift. Von 1859 bis 1865 fungierte er as deren Redakteur. Alexander Faltin galt als liberaler Politiker und Gegner des Adels, d.h. der Baltischen Ritterschaften.

 

Er errhielt 1858 die dunkle Bronze-Medaille zum Gedächtnis an den Krieg von 1853 bis 1856 (Krimkrieg). Ihm wurde 1877 die Ehrenbürgerwürde von Riga verliehen und 1882 wurde er in den russischen Erbadelsstand erhoben. 

 

Er lebte 1866, 1869, 1877 in der Grossen Sandstrasse 27, 1885 lebte er an prominentester Adresse, dem Nicolai Boulevard 9 in Riga.

Erste Ehe mit Elisabeth v. Everth

Alexander Faltins erste Ehefrau hiess Alma Katharina Elisabeth v. Everth, *08.04.1830 in Riga, getauft am 22.04.1830 Riga, Jesus Gemeinde (Seite 8 von 57). Sie starb sehr jung an der Cholera, die 1848 in Riga wütete; +1.08.1848, begraben am 04.08.1848 Riga, St. Jakob. Die Eltern von Alma Katharina Elisabeth v. Everth waren der Zoll (...) und Collegien Registrator Georg v. Everth und seine Frau Henriette geb. Schmidt.

Zweite Ehe mit Charlotte Komprecht

Alexander Faltins zweite Frau hiess Louise Charlotte Komprecht. Die Eheschliessung fand am 11.10.1856 in der Petri- und Domkirche zu Riga statt (lt. Rigaer Stadtblätter Nr. 41). Louise Charlotte Komprecht

(* 09.011.1832, getauft zw. 30.10.1832 und 5.11.1832 Petri- und Domkirche zu Riga (Rigaer Stadtblätter Nr. 45) war die Tochter des Theologen und Inspektor der Waisenhausschule in Riga, Eduard Friedrich Komprecht (* 20.11.1806 in Riga (?),  22.09.1882 in Riga) und der Karoline Henriette Brosse, die bereits 1854 verstorben ist. Louise Charlotte Komprecht hatte mindestens einen Bruder, Viktor Komprecht, * 23.01.1834. Die Komprechts waren eine hochangesehene Pastoren- und Kaufmannsfamilie in Riga. 

 

Generation I

1. KOMBRECHT, Johann Friedrich, Kaufmann. 

 oo Emma Thalberg

 

Generation II

2. KOMBRECHT, Eduard Friedrich, * 20.11.1806 in Riga (?), + 22.09.1882 in Riga. Theologe und Inspektor der Waisenhausschule in Riga

 

oo Karoline Henriette Brosse + 1854, Eltern: Christoph Friedrich Brosse, * 11.2.1773 in Riga, + 7.10.1827 Pastorat Dünamünde. Pastor in Dünamünde/Bolderaa, oo 17.07.1801 Riga St. Petri Luise Henriette v. Erdmann

 

Generation III

3. KOMBRECHT, Louise Charlotte, * 09.011.1832 in Riga, +ca. 1908

 

4. KOMBRECHT, Viktor, * 23.01.1834 in Riga 

Erhebung in den Erbadelsstand 1882

Adelsbrief für Alexander Faltin und seinen Sohn Carl, 1882
Adelsbrief für Alexander Faltin und seinen Sohn Carl, 1882

Am 04.08.1882 wurde Alexander Faltin durch kaiserlichen Senatsukas der russische Erbadel verliehen. Die Eintragung in das Gouvernements-Adelsgeschlechtsbuch von Livland erfolgte am 16.02.1883.

 

Das nebenstehende Dokument zeigt die ersten Zeilen des kaiserlichen Erlasses zur Erhebung von Alexander Faltin (zusammen mit seinem Sohn Carl) in den russischen Erbadelsstand. Die Erhebung wurde durch die Verleihung des St. Wladimir-Ordens vollzogen. Bei dem Dokument handelt es sich um eine handschriftliche Kopie, die in den Akten des Ritterhauses in Riga hinterlegt wurde. 

 

Der Erlass beginnt mit den Worten: "Ukas seiner kaiserlichen Hoheit des Alleinherrschers von ganz Russland und dem Senat der livländischen Gourvernementsregierung. Durch Erlass seiner kaiserlichen Hoheit und dem Senat wird der Kollegienassessor Alexander Faltin und sein Sohn Carl in den erblichen Adelsstand erhoben und mit den entsprechenden Privilegien und Würden ausgestattet ..."

Tod als "Ritter v. Faltin" 1899

Alexander v. Faltin verbrachte 1899 einige Zeit in Wiesbaden. Vermutlich befand er sich dort für einen Kuraufenthalt. Im November 1899 ist er in Wiesbaden gestorben. Sein Sohn Carl ist offenbar dazu nach Wiesbaden gereist um die Formalitäten zu erledigen. Nebenstehend sehen Sie den Sterbeeintrag des Standesamtes Wiesbaden (Nr. 1163, Seite 363 des Standesamts Wiesbaden vom 9.11.1899).  In dem Sterbeeintrag wird Alexander Hermann als "Ritter von Faltin“  bezeichnet. 

Kinder von Alexander v. Faltin und Charlotte Komprecht

Hermann Alexander v. Faltin und seine Ehefrau Charlotte hatten nur zwei Kinder. Den 1857 geborenen Carl Eduard Alexander,  und Luise, genannt Lisi, die 1860 geboren wurde. 

1. Carl v. Faltin

Carl Faltin, um  1865
Carl Faltin, um 1865

Carl Eduard Alexander wurde am 04.11.1857 in der Petri Kirche zu Riga getauft. Er starb am 05.03.1939. Seine Taufpaten waren: Herr Eduard Komprecht, Bürgermeister von Riga, Otto Müller, Ratsherr v. Petersen, Oberwettherr Bötteführ, Emil v. Klein, Frau v. Cramer, geb. Stephany

 

Carl Faltin studierte um 1877 Jura an der kaiserlichen Universität Dorpat.  Er lebte St. Petersburg. Die Nobilitierung seines Vaters ermöglichte ihm einen gesellschaftlichen Aufstieg. So heiratete er 1888 die Gräfin Anastasia Stepanovna aus dem hochangesehenen Geschlecht Lanskoi. Der Anastasias Grossvate war der russische Innenminister Graf Sergei Stepanowitsch Lanskoi. Zu ihren sonstigen Verwandten zählten die Fürsten Odoevsky sowie der Held der napoleonischen Kriege Generalleutnant der Kavallerie Sergei Nikolaewitsch Lanskoi, dessen Portrait in der Heldengalerie der Emeritage zu finden ist. 

Durch die Heirat erwarb Carl v. Faltin das grosse Gut Teklenwil, Kreis Polotzk im Gouvernement Witebsk mit einer dazugehörigen Lederfabrik. Carl v. Faltin übte zudem das Amt eines Präsidenten der Kreislandschaftsversammlung von Polotzk aus.

Erste Ehe mit Gräfin Anastasia Lanskaja

Carl und Anastasia v. Faltin (neé Gräfin Lanskoi)
Carl und Anastasia v. Faltin (neé Gräfin Lanskoi)

Am 14.02. 1888 heiratete Carl v. Faltin in Nizza die Gräfin Anastasia Stepanowna Lanskaja. Carl v. Faltin war bei der Hochzeit 30 Jahre alt, Anastasia Lanskaja war erst 19 Jahre alt.

Als Trauzeugen werden folgende Personen genannt: Baron Ludwig Rentel, der erblicher Ehrenbürger Gregori Sidorisch Schegoliew, Graf Nikolai Stepanowitsch Lankoi und der Russische Konsul in Nizza Alexandr Dmitriwitsch Baturin.

 

Anastasia Lanskaja wurde am 02.06.1869 in Moskau, Nikitschkoe, Dorf oder Gut Kudrino geboren. Sie wurde am 11.06.1869 in der Kirche Pokrowskoe durch den Gemeindepriester Ioan Sergeisch Stavronski  getauft. Ihre Paten waren:  der Rotmeister Fürst Konstantin Fedorowitsch Galizin und die Geheimratstochter Sofia Wassiliewna Lanskaja. Anastasia v. Faltin (neé Lanskaja) starb vor 1913. In diesem Jahr setzte ihr Ehemann ein Testament auf, in dem sie nicht genannt wird. 

Die Grafen Lanskoi

Die Lanskoi waren ein russisches Adels- und Grafengeschlecht polnischen Ursprungs. Der erste bekannte Vertreter der Familie war der polnischen Edelmann Francisque Lonsky. Dieser wird erstmals 1508 erwähnt, als er mit dem Fürsten Glinsky nach Moskau kam. 

 

Das nebenstehende Bild zeigt das Wappen der Familie Lanskoi. Der Wahlspruch lautet: «PATIENTIA ЕТ PERSEVERANTIA», also Geduld und Beharrlichkeit.

 

Filitation "Les Lanskoi" aus "La Nobless Russie" von N. Ikonnivov: 

 

Generation I

1. LONSKY, Francisque, genannt 1508 in Moskau.

 

Generation II

2. LANSKOI, Dmitri Franciskowitsch

 

Generation III

3. LANSKOI, Petr Dmitriewitsch, genannt 1585

 

Generation IV

4. LANSKOI, Andrej Petrowitsch

 

Generation V

 

5. LANSKOI, Grigori Andrejewitsch, genannt 1649, 1671

 

Generation VI

6. LANSKOI, Artemi Grigoriewitsch, Stolnik 1729

 

Generation VII

7. LANSKOI, Sergei Artemiewitsch, 

oo Anna Fedorovna Ushakow, *1726, +1809

 

Generation VIII

8. LANSKOI, Stepan Sergeiewitsch, *08.09.1760, +15.01.1813, (Gr. maréchal a la cour)

oo Maria Vassiliewna Schatilowa, *20.03.1767, +07.12.1842

 

Generation IX

9. GRAF LANSKOI, Sergei Stepanowitsch, *23.12.1787, +16.01.1862, Innenminister. Ihm wurde der Titel eines Grafen verliehen.

oo Fürstin Warwara Ivanovna Odoevskaja, Tochter des Fürsten Iwan Iwanowitsch Odoevskij

 

Generation XI

10. GRAF LANSKOI, Stepan Sergeiewitsch, *18.06.1814, +19.07.1879, General-Major

oo Natalia Michailowna, +20.08.1891

 

 Generation XII

Kinder von Graf Stepan Sergeiewitsch Lanskoi und Natalia Michailowna

11. GRAF LANSKOI, Sergei Stepanowitsch, *21.06.1861,

oo Olga Michailowna Ryjowa

 

12. GRAF LANSKOI, Nikolai Stepanowitsch, *07.03.1863

 

13. GRAF LANSKOI, Stepan Stepanowitsch, *17.01.1865

 

14. GRAF LANSKOI, Petr Stepanowitsch, *16.12.1867

 

15. GRÄFIN LANSKAJA, Anastasia Stepanowna, *11.06.1869,

oo Carl v. Faltin

Zweite Ehe mit Edith v. Knieriem

Nach 1913 heiratete Carl v. Faltin  Edith Sophie Pauline v. Knieriem, * 07.02.1879 in Wolmar, Livland

+ 25.04.1956 in Barsinghausen bei Hannover (Sterbeurkunde liegt vor). Ihr Vater war Johann Konrad v. Knieriem, russischer Staatsrat und Gutsbesitzer auf Murmoise. Ihre Mutter hiess Emilie Eleonore v. Lanting * 07.05.1853 in Kemmersdorf. Das Paar hatte keine Kinder

Kinder von Carl v. Faltin und Anastasia Gräfin Lanskaja

Carl und Anastasia v. Faltin hatten vier Kinder. Nikolai, Alexander, Natalia und Nina ...

1.1 Nina v. Faltin

* 1887

+ ca. 1917 in der Revolution    

1.2 Natalia v. Faltin

* 07.12.1889

Get. 23.01.1890 Andrejewskaja Sobor, Kronstadt

Paten: Edelmann von Nischnie Nowgorod Dmitri Modestowitsch Ostafiew, Grafin Nina (?) Stepanowna Lanskaja

 +1944

oo Boris Wladimirowitsch Bandrowski

Kinder von Natalia v. Faltin und Boris Bandrowski

1.2.1 Wladimir Borisowitsch Bandrowski

1.2.2 Gleb Borisowitsch Bandrowski

* 1920, + 1975

БАНДРОВСКИЙ Глеб Борисович
/ /
[..1920 - ..1975]

Дед по отцу - генерал-аншеф императорской армии, участник походов в Хиву и Бухару, отец и мать (баронесса Наталья Карловна фон Фальтин) - дворяне, арестованы в 1932 г. и в 1934 г. высланы в г. Актюбинск, где отец работал на почте, а мать - учительницей иностранных языков, скончались от голода в годы ВОВ.

Старший брат - Владимир, в 1938 расстрелян НКВД.

студент Уральского педагогического института
в 1940 или 41 арестован "как участник студенческого общества по защите прав немецкого народа" и приговорен к 7 годам л/с. Отбывал в лагерях Коми АССР.

бухгалтер в сиротском доме, Актюбинск

затем - преподавал в Актюбинском Институте усовершенствования учителей
Сотрудничал с актюбинскими и алматинскими газетами, вел несколько программ на местных телевидении и радио.

Автор повести о ГУЛАГе "Дорога ведет на север".

Женат. Жена - Мария Запорожец. Дочь Наталья (1948 г.р.) и тройня (1953 г.р.)

данные из:
http://express-k.kz/show_article.php?art_id=107232

 

 

 

 

Отбыв 7 лет в лагере, Глеб БАНДРОВСКИЙ вернулся в Актюбинск и узнал, что его родители во время войны скончались от голода. О трагической судьбе семьи рассказывают дочь Глеба Наталья и редкие сохранившиеся документы. В Актюбинске семья Бандровских появилась в 1934 году. Далеко не по своей воле. До этого матери Наталье и отцу Борису пришлось пройти через московскую тюрьму. Представители древних дворянских родов оказались неблагонадёжными в новой России. Их детям Владимиру и Глебу выпала участь – врагу не пожелаешь. В нынешней Белоруссии под Витебском у четы Бориса Бандровского и Натальи, урождённой баронессы фон Фальтин, было огромное имение. Неясно, по какой причине, но к исходу десятых годов прошлого века семья Бандровских перебралась в подмосковный город Ефремов. Наталью Карловну взяли за то, что была религиозной. Тогда бушевала кампания против религии, и ей нужны были жертвы. Люди стали молиться Богу тайно, дома, при закрытых дверях. Наталья Карловна решила, что ей незачем прятаться. Доброхоты говорили ей: «Ты подвергаешь опасности свою семью». Но у неё был твёрдый характер – ходила, ни от кого не таясь, в церковь, общалась со священниками.

Знавшую польский, немецкий и французский языки и дававшую частные уроки Наталью Бандровскую арестовали в 1932 году по обвинению «в принадлежности к контрреволюционной монархической организации». Следом взяли и Бориса Владимировича. Володя и Глеб остались одни в большом пустом доме. Пустом – не только потому, что рядом не было родителей. Всё имущество, мебель, книги, старинные дорогие иконы – было конфисковано. Старшему брату было 15 лет, и он взял на себя заботу о младшем, Глебе. Тогда Москва представляла из себя несколько огромных очередей, и далеко не в мавзолей. Родственники обвиняемых и осуждённых людей часами выстаивали у тюремных ворот, чтобы передать котомку со скудными продуктами за колючую проволоку. Родственники Бандровских тоже не забыли ребятишек:  привезли им еду, а с наступлением холодов забрали детей к себе в Москву. В 1934 году семью выселили в казахстанский Актюбинск. Здесь они поселились в маленькой землянке на Курмыше. У Натальи Карловны был с собой небольшой мешочек – иконы, семейные фотографии. У Бориса Владимировича – книги. Вот, собственно, и все пожитки. Все иконы Наталья Карловна подарила актюбинской церкви – цены они были неимоверной. Ни одной теперь уже нет. Наталья Карловна пошла работать в школу учителем немецкого, польского и французского языков. Ей потом с фронта писали её ученики. Борис Владимирович устроился работать на почту. Он, будучи сыном генерал–аншефа императорской армии, покорившего Хиву и Бухару, радовался даже небольшой заработной плате. Гром грянул в 1938–м, когда старший сын Бандровских Владимир был арестован по обвинению «в активном участии в антисоветской шпионско–фашистской организации» и приговорён к расстрелу. 20–летнего парня расстреляли на Верблюжьей горе. Но на этом злоключения Бандровских не закончились: спустя 3 года по ложному доносу осудили и младшего сына – Глеба. Окончив школу, Глеб поступил на факультет литературы и русского языка Уральского педагогического  института. На втором курсе его же сокурсники написали на него донос, и в январе 1941–го в отношении Глеба Бандровского был вынесен приговор: как «участник студенческого общества по защите прав немецкого народа и лицо немецкой национальности», он приговаривался к 7 годам лагерей. Весь срок он отбыл в Абезьском лагере в Коми АССР. В 1962 году в журнале «Новый мир» была опубликована повесть Александра Солженицына «Один день Ивана Денисовича». Дочь Наталья попыталась выяснить у отца, всё ли на самом деле было так, как описано в произведении. Глеб Борисович редко пускался в откровения о лагерной жизни, но в этот раз всё же сказал: – Самое главное – отношения между людьми. Когда  ты смотришь из вагона «теплушки» – идут тысячи чёрных сгорбленных людей. И понимаешь: эта страшная масса смирилась… Лагерь отобрал у Бандровского здоровье, украл юность и молодость. Но он вернулся несломленным духовно. В лагере Глеб познакомился с таким же осужденным, дядей Лёшей. Дядя Лёша подкармливал Глеба и устроил в лагерную больницу фельдшером, иначе бы парень на лесоповале отдал Богу душу. Глеб, ранее никакого отношения к медицине не имевший, научился не только делать уколы, но и стал фельдшером–самоучкой. Освободили их вместе, и вместе  же они вернулись в Актюбинск.  К огда Глеб вернулся в Актюбинск, его ждал ещё один удар. Оказалось, что мать и отец в войну умерли от голода. Родителей похоронили ученики Натальи Карловны. Из досок, которые им удалось найти, ребята сбили гробы. Те, кто помнил место захоронения, ушли на фронт и не вернулись. Соседей раскидала война. Родительские могилы Глеб так и не нашёл. В год своего возвращения Глеб Бандровский встретил Марию ЗАПОРОЖЕЦ, в том же году они поженились. В 1948–м родилась их дочь Наталья. А в 1953–м семья Бандровских прогремела на весь Советский Союз, произведя на свет первую в Актюбинске тройню. Глеб Борисович устроился бухгалтером в сиротский дом – директриса взяла его на свой страх и риск. Но ему было тесно наедине с цифрами. Он подрабатывал в школе, затем долгое время работал в институте усовершенствования учителей. Он очень  много писал и сотрудничал с местными и алма–атинскими газетами, вёл несколько программ на местном телевидении и радио. Его хватало на всё. Он ненавидел Сталина. Когда диктатор умер, Мария Сазоновна металась по квартире  и кричала в голос. Также, как и миллионы советских людей восприняли кончину генералиссимуса. А Глеб Борисович мрачно сидел в кресле, курил и молчал. КГБ до последних лет не оставлял Бандровского в покое. Вызовы в «контору» заметно укорачивали его жизнь. Надзор за ним был негласным – Глеба Борисовича считали неблагонадёжным в плане творчества. О годах своего пребывания в лагере он написал повесть «Дорога ведёт  на север». Одну из машинописных рукописей спрятали в подвале под бочкой с квашеной капустой. Другую передали в Уральск кому–то почитать. У того человека она и была найдена, и Бандровского стали вызывать на профилактические беседы «куда надо». Глеб Борисович умер в институте на лекции. Написал мелом на доске тему сочинения, вышел на кафедру и… На похороны своего Учителя собрались педагоги со всех районов области.  Ему было всего 55… На краю земли Абезьский лагерь существовал с 1932 по 1959 годы в посёлке Абезь (Коми АССР). На окраине посёлка, за дренажной канавой, расположено лагерное кладбище. 12 августа 1990 года перед входом на кладбище установлен памятник скорби «Пылающий крест» памяти литовских политзаключённых Абезьского лагеря. Первоначально Абезьское лагерное отделение относилось к Северному управлению лагерей железнодорожного строительства. В 1949 году в связи с передислокацией этого управления и освобождением помещений в посёлке Абезь организовано лагерное отделение Минлага для инвалидов и нетрудоспособных политических заключённых на 5.000 человек. Здесь находилось 6 лагерных пунктов Минерального лагеря (4 – для мужчин и два – для женщин). В четвёртом лагпункте были десятки бараков (среди них и огромный кирпичный барак, в котором до этого была ремонтно–механическая мастерская), бараки для инвалидов и больница. Виктор ГЕРБЕР, gerber@evrika.kz Ваше имя* 

Die Familie Bandrowski

Wappen Bandrowski, Wappenstamm Sas
Wappen Bandrowski, Wappenstamm Sas

Die Bandrowski sind eine alte polnische Adelsfamilie die Güter in Ostpolen, Weissrussland und Russland besass. Die Familie gehört zum Wappenstamm Sas und führt damit das nebenstehende Wappen.

General Wladislaw (Wladimir) Bandrowski
General Wladislaw (Wladimir) Bandrowski

Generation I

 1. BANDROWSKI, Woyzek 

oo Franziska Bandrowska

 

Generation II

 2. BANDROWSKI, Franzisk Woyzekhowitsch 

 

Generation III

 

Kinder von Franzisk Woyzekhowitsch Bandrowski

 3. BANDROWSKI, Wladislaw (Wladimir) Franzewitsch

* 23.09.1848 Martynowka, Bobryski Rayon, Oblast Mogilievskaja (Weissrussland), General Kommandeur der 4 Mortyrnovo Artillerie-Battallion (1900) (генерал-аншеф императорской армии, участник походов в Хиву и Бухару, отец )

oo Sofia Antonowa Bandrowskaja

 

4. BANDROWSKA, Anastasia

oo N.N. Mudrov

 

Generation VI

Kinder von Wladislaw (Wladimir) Bandrowki und Sofia Antonowa Bandrowska

5. BANDROWSKA, Evgenija Wladimirowna

 

6. BANDROWSKA, Nadeschda Wladimirowna 

 

7. BANDROWSKA, Zinaida Wladimirowna 

oo N.N. v. Scheidemann

 

8. BANDROWSKI, Boris Wladimirowitsch

oo Natalija Karlowna v. Faltin

1.3 Alexander v. Faltin

*30.10.1891

Get 29.12.1891

Paten: Graf Stepan Stepanowitsch Lankoi, General-Majorin Gräfin Natalia Lankaja

+ …12.1975 in Berlin

 

Entkam 1917 nur mit Not der Erschießung durch die Bolschewisten

Ledig, wohnte 1961 in Berlin Nicolasee, v-Luck-Str. 30 bei Schulz, 1966 Berlin 31, Kurfürstendamm 130 bei Linck.

1.4 Nikolai v. Faltin

*30.05.1894 in Riga

Get                       Kronstadt Sobor Priester Andrei Karlow

Paten: Ionisch Illitsch Sergeiew, Gutsbesitzer von Ilowka (Ilowetz) in Polotzk, Graf Petr Stepanowitsch Lankoi und der Witwe des General Major Gräfin Natalia Nikolaiewna Lanskaja

+

 

Rechtschule in St. Petersburg bis 1917

War bei der russischen Marine. Desertierte 1917 beim Anlaufen des Hafens von Marseille aus der russischen Marine. Ursprünglich war der Einsatz der zaristischen Marine und Landverbände von Archangelsk aus gegen die Türken geplant. Baltendeutsche hatten die Option nicht gegen Reichsdeutsche kämpfen zu müssen. Als dann doch ein Einsatz des Geschwaders und der Truppen gegen Deutsche und Österreicher in Aussicht stand, desertierte Nikolaus v. Faltin zusammen mit einem Freund, einem baltendeutschen Grafen. Nach 10 Monaten wurden sie gefasst und kamen auf eine Festung. Inzwischen lief in Russland die Revolution und die Franzosen ließen bald darauf Nikolaus frei.

 

oo Tilsit, Elisabeth Nok, verw. Schwellnuss (Nok’s Bienenhonig), 2 Kinder aus erster Ehe.

2. Julie Louise (Lisi) v. Faltin, verh. v. Lagorio

IN ARBEIT.....

 

* 25.05.1860 in Riga (6 Uhr morgens)

Get. 27.07.1860 Riga Dom

„Tochter des Ratsherrn, Collegien-Assessor Alexander Hermann Faltin und dessen Ehefrau Louise Charlotte, geb. Komprecht ...Paten: Juliane Faltin, geb. Baronin von Vietinghoff Wittwe, Elise Büngner ..., Marie Wagner Doctorin, Marie Bötteführ ...., Hermann Faltin Collegien Assessor, Wilhelm v. Petersen ..., Eduard Hollander, ... August v. Oettingen .... „

+ 10.07.1936 in Berlin Schöneberg, (St.A. Schöneberg 568/1936)

 

Ehe mit Alexander v. Lagorio

oo Alexander (Evgeniwitsch) Karl Leo v. Lagorio (Foto) * 15.08.1852 Fedossia, Krim

+ 25.03.1944 München

Vater: Landschaftsmaler Eugen Lagorio,

Mutter: Adelaide geb. Bernadazzi

Professor Dr., Mineraloge, Dipl.-Ing., Geheimrat

Lebte in St. Petersburg, Warschau, Dresden und Berlin- Wilmersdorf, Jenaer Str. 14

 

 Отец: Евгений, художник-пейзажист. Мать: Аделаида (ур. Бернадацци). Жена: в 1-м браке — Жюли-Луиза (ур. Фалтин); во 2-м браке — Наталия Игнатьевна (ур. Потапенко; 1892—1974), дочь писателя И.Н. Потапенко, писательница. Семеро детей, в том числе дочери: Аделаида (1886—1976); Мария (в зам. Исцеленова, 1893—1979), художницы; сын: Александр (1890—1965), кинооператор, сотрудничал с Л. Рифеншталь.


 

 

 

Aus: Wilhelm Ostwald Lebenslinien I Riga - Dorpat - Riga, 1853 – 1887:

„Der einzige Jugendfreund, den ich nicht in frühen Jahren verloren habe, ist der bereits erwähnte Mineralog Alexander Lagorio. Er war ein Jahr vor mir nach Dorpat gekommen. Sein Vater, der als Landschaftsmaler in Südrußland gelebt hatte, war früh gestorben; seine Mutter hatte sich dann mit einem evangelischen Pastor in Kischenew verheiratet, der aus Riga stammte; so war er nach Dorpat und in die Fraternitas gelangt, wo er bald in den engeren Kreis aufgenommen wurde. Sowohl durch den Anteil fremden Blutes wie durch seine ganz ausgeprägten naturwissenschaftlichen Inter-essen war Lagorio ähnlich wie später ich in eine gewisse Kampfstellung gegen die vorherrschende Geistesrichtung in der Korporation geraten. Sie entlud sich ohne ernstliche Reibung in unaufhörlichen Neckereien, die er sich mit großer Gutmütigkeit gefallen ließ, ebenso wie den Spitznamen Steppenhengst, den man ihm wegen seines Geburtslandes angehängt hatte. Mit einer ein-gehenden Untersuchung baltischer Gesteine nach der 122 eben von Zirkel in Leipzig ausgebildeten Methode der mikroskopischen Dünnschliffe hatte er sich einen akademischen Preis erworben. Der schon erwähnte Prolog-dichter besang dies Ereignis mit den Versen: Lagorio hat große Pläne; Er liebt es zügellos1) zu schweifen. Das Livland ist ihm nicht genug, Das ganze Russland will er schleifen.

Er wurde etwa um dieselbe Zeit wie ich Assistent, und zwar am mineralogischen Institut und wir bezogen gemeinsam Wohnung zum Ausdruck unserer Freundschaft auf dem dauerhaften Boden gemeinsamer Interessen und Bestrebungen. Der Prologdichter hat sich dann in der Folge als Prophet bewährt. Lagorio erhiet bald eine Berufung als ordentlicher Professor nach Warschau, wo er sich wissenschaftlich wie organisatorisch so auszeichnete, dass er nach Petersburg befördert wurde. Dort hat er sich sehr erhebliche Verdienste um den technischen und kunstgewerblichen Unterricht im ganzen russischen Reich erworben. Die Revolution von 1917 traf ihn in leitender Stelle als „Ministergehilfe“, etwa unserem Staatssekretär entsprechend. Um nicht mit den anderen ermordet zu werden, musste er fliehen und alles im Stich lassen. In Finland fand er mit den Seinen unter drückendsten Verhältnissen Unterkunft. Von dort glückte endlich eine Übersiedlung nach

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Deutschland, wo er seine Kräfte der Entwicklung der Farbenlehre widmete und ihr erhebliche Dienste geleistet hat. Obwohl er älter ist als ich, hat er angesichts seiner Rüstigkeit alle Aussicht mich zu überleben. „

 

http://www.db-thueringen.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-8402/KNT_06a_text.pdf 

Die Familie v. Lagorio

Kinder von Lisi v. Faltin und Alexander v. Lagorio

...

2.1 Katharina v. Lagorio

*

+ 12.04.1886 als Kind an Diphterie

2.2 Eugen v. Lagorio

*

+ 16.04.1886 als Kind an Diphterie

2.3 Adelaide v. Lagorio

*16.01.1886

+06.03.1976 in Paris

Ledig, Ikonenmalerin in Paris

2.4 Marie (Missi) v. Lagorio

*

+ 1977 in Paris

Künstlerin

*

+ 1977 in Paris

Künstlerin

 

oo Nikolai Iszelennow

*

+ 1980 in Paris, Architekt

In 2001 Rauni Westerlund donated a collection of 97 works of art to the Rovaniemi Art Museum. It consists of works by Nikolai Iszelennov, Maria Lagorio and Adelaide de Lagorio.

2.5 Alexander (Sascha) v. Lagorio

* 26. Oktober 1890 in Warschau

+1.06. 1965 in Stockholm

 

Alexander von Lagorio (* 26. Oktober 1890 in Warschau, † 1. Juni 1965 in Stockholm) war ein deutscher Filmkameramann und Fotograf.

Er studierte Ingenieurswissenschaft in St. Petersburg und kam 1920 nach Berlin. Hier wurde er Assistent des Chemikers Wilhelm Ostwald. Von Lagorio machte sich zum anerkannten Fachmann auf dem Gebiet der Farbempfindlichkeit fotografischer Emulsionen.

Mit der Trickfotografie für Der Kampf der Tertia stieg er 1928 in die Filmproduktion ein. Dann verlegte er sich auf die Arbeit als Kameramann, zunächst als Partner von Curt Oertel. Von besonderer Bedeutung wurde seine Zusammenarbeit mit Leni Riefenstahl 1936-1938 für ihre beiden Olympia-Filme. Er lieferte 1940 auch die Aufnahmen für den ersten abendfüllenden deutschen Farbfilm Frauen sind doch bessere Diplomaten.

Danach zog sich von Lagorio wieder von der aktiven Filmarbeit zurück und beschäftigte sich mit technischen und künstlerischen Fragen der Filmgestaltung. Nach Kriegsende lebte er in Schweden.

2.6 Elisabeth (Isa) v. Lagorio

* 1892

+ 1972 in Berlin

Kosmetikerin

I oo Dr. med. N. N. Schreck

II oo N. N. Rudkowski

2.7 Helene v. Lagorio

*

+ 1899 als Kind an Diphterie