Hermann Heinrich Eduard Faltin

Hermann Faltin war das zweitgeborene Kind von Johan Friedrich Leopold Faltin und dessen Frau Juliane Dorothee Faltin, geb. v. Vietinghoff. Hermann Faltin ist der direkte Vorfahr des Verfassers dieser Webseite.

Geboren in Libau

Hermann Faltin, Riga, ca. 1865
Hermann Faltin, Riga, ca. 1865

Hermann Heinrich Eduard Faltin wurde am 9. Januar 1816 in der kurländischen Hafenstadt Libau geboren. Seine Eltern waren der aus Ostpreussen gebürtige Tierarzt Johann Friedrich Leopold Faltin und dessen Ehefrau Juliane Dorothee geb. v. Vietinghoff. Hermann Faltin wurde am 23.01.1816 in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche zu Libau getauft. Unter Hermann Faltins Taufpaten waren ein Arzt Harmsen ein Doktor Wohnhaas und ein Herr von Fircks. Die ersteren beiden  werden wohl Berufskollegen von Hermann Faltins Vater gewesen sein. Bei dem Herrn von Fircks handelt es sich um Carl Ulrich v. Fircks, Erbherr auf Dubenalken (Dunalka). Er war bei der Taufe bereits 78 Jahre alt und ist noch im gleichen Jahr gestorben [1]. Das Erbgut Dubenalken lag rund 17 Kilometer von Hasenpoth (Aizpute) entfernt. Es ist gut möglich, dass Hermann Faltins Vater unter anderem die Pferde und das andere Vieh des Herrn von Fircks behandelte und daher mit ihm gut bekannt war.

 

Warum die Eltern die Vornamen Hermann Heinrich Eduard ausgewählt haben ist nicht klar ersichtlich. Der Name Heinrich könnte in Erinnerung an den Großvater mütterlicherseits Moritz Friedrich Heinrich v. Vietinghoff gewählt worden sein. Auffällig ist, dass der Name Hermann auch seinem jüngeren Bruder Alexander Hermann Faltin beigegeben wurde. Von den Paten lässt sich dieser Name nicht herleiten. Auch in der Familie Vietinghoff tritt der Name nicht in Erscheinung. Womöglich war er in der Familie Faltin anzutreffen.

 


[1] Carl Ulrich v. Fircks, (01.06.1738-31.05.1816) 

Erste Jahre in Riga und Dorpat

Universität Dorpat um 1860
Universität Dorpat um 1860

An seine Geburtsstadt Libau wird Hermann Faltin keine Erinnerungen gehabt haben, denn irgendwann zwischen 1819 und 1823 ist die Familie nach Riga umgezogen. Hermann Faltin ist wohl auch später nicht mehr nach Libau zurückgekehrt. Wo genau die Familie zunächst in Riga  gewohnt hat ist nicht bekannt. Möglicherweise bezogen sie das Haus an der Großen Landstraße 27, gegenüber dem berühmten Pulverturm, dass in den 1860er und 1870er Jahren von Alexander Faltin, dem jüngeren Bruder von Hermann Faltin, bewohnt wurde. Auf jeden Fall besuchte Hermann Faltin in Riga das Gouvernementsgymnasium. Im Jahr 1834 - er war 18 Jahre alt - verließ Hermann Faltin Riga, um an der Universität von Dorpat in Estland Medizin zu studieren. Sein Vater, Leopold Friedrich Faltin dürfte kurz zuvor gestorben sein. Die väterliche Rolle in der Familie Faltin übernahm damit der am 2. Mai 1808 in Bauske geborene jüngere Bruder von Hermann Faltins Mutter, Carl Alexander v. Vietinghoff. Hermann Faltins nur acht Jahre älterer Onkel sollte über viele Jahre hinweg eine wichtige Rolle im Leben in seinem Leben spielen. Carl Alexander v. Vietinghoff lebte unter anderem in St. Petersburg, war später russischer Staatsrat und Besitzer von Gütern im Gouvernement Tambow. Hermann Faltins hervorragende Russischkenntnisse gehen vermutlich auf längere Aufenthalte bei seinem Onkel in St. Petersburg zurück.

Das Medizinstudium hat Hermann Faltin nicht zugesagt. So schreibt eine seiner Töchter in ihren Memoiren dass er das Medizinstudium abgebrochen hat weil er keine Operationen mit ansehen konnte. In den Jahren 1835 oder 1836 wechselte er von der Medizin zur Kameralistik, also der Finanz- und Volkswirtschaft. Hermann Faltin schloss sein Studium als Kandidat der Kameralistik im Jahre 1840 ab.

 

Heirat in Mitau

Alexandra Faltin, ca. 1865
Alexandra Faltin, ca. 1865

In seiner Zeit in Dorpat wird Hermann Faltin seine spätere Ehefrau Alexandra Mathilde Henriette v. Böttiger kennengelernt haben. Sie haben im Juli 1842 in Mitau in Kurland geheiratet. Im folgenden Jahr wurde ihr Sohn Alexander Christoph Eduard geboren, der jedoch bereits 1846 an einer Meningitis verstarb. Alexandra v. Böttiger wurde 1822 in Dorpat geboren. Ihr Vater, Alexander Ludolf Gottlieb v. Böttiger, war Obergerichtsassessor in Dorpat. Er soll drei Güter bei Dorpat besessen haben, die er aber, wie in den Memoiren der Tochter von Hermann Faltin berichtet wird, durch die schlechte Bewirtschaftung seines Verwalters, verloren hat. Weiter wird berichtet, dass Alexander Ludolf Gottlieb v. Böttiger umfangreiche Bücher und Porzellansammlungen besaß, die aber beim Verkauf nach seinem Tod im Jahre 1835 nur wenig einbrachten. So war die Familie von Alexandra v. Böttiger vermutlich fast mittellos als sie Herman Faltin heiratete. Dies erklärt wohl auch, warum Hermann Faltins Schwiegermutter Helene Henriette v. Böttiger, geb. Reitel (oder Rentel)*  sowie eine ihrer Schwestern namens Adele Schröder bei der Familie von Hermann Faltin lebten.

 

Alexandra Faltins Eltern waren Alexander Ludolf Gottfried v. Böttiger und Helene Henriette Reitel. In der Heiratseintragung von Mitau 1843 wird Alexandras Vater „verstorbener Ordnungserichtsassessor Wilhelm v. Böttiger“ genannt. Dabei wurde offenbar der Vorname des Vaters falsch wider gegeben. Gemäß dem KB der St Johannesgemeinde in Dorpat hieß Alexandras Vater Alexander Ludolf Gottfried v. Böttiger. Seine Berufsbezeichnung wird hier mit „ Stabs-Capitain erster Adjutant des kaiserlich Dörptschen Anordnungsgerichts“ angegeben, was mit der Berufsbezeichnung im Mitauer KB übereinstimmt. Außerdem wird im Mitauer sowie in den Dorpater KB die Ehefrau jeweils übereinstimmend mit Helene Henriette Reitel angegeben, wobei der Mitauer Pastor noch den, dann aber wieder ausgestrichenen, Vornamen Dorothea hinzugefügt hatte.

 

Alexander v. Böttiger (der Name wird häufig auch als v. Boettiger widergegeben) starb am 15.01.1835 abends um 7 Uhr und wurde am 21.01.1835 mittags beerdigt. Als Todesursache wird Gesichtsrose angegeben. Bei der Altersangabe steht 54 Jahre, was jedoch nicht mit dem Geburtseintrag übereinstimmt. Auch hier liegt ein Fehler des KB-Führers vor. In der Sterbeeintragung steht außerdem „Ritter des heil. Wladimir-Ordens 4ter Classe, Inhaber der Adelsmedaille von 1812“. Die Leichenfeier wurde in der Kirche abgehalten. Alexander v. Böttigers Ehefrau hieß Helene Henriette Reitel. Die Ehe wurde am 13.09.1821 in Dorpat geschlossen.

 

Der Vater von Alexander v. Böttiger war der Major und Kammerherr Alexius Gottfried v. Böttiger. Seine Mutter hieß Anna Dorothea Baroness v. Brüning (v. Bruinigk).

 

Alexander v. Böttiger und Helene Henriette Reitel hatten fünf Kinder:

1.     Alexandra Matthilde Henriette, *14.07.1822, get. 19.11.1822

2.     Adelheid Natalie, *11.01.1824, get. 15.09.1824

3.     Maria, *22.03.1826, get. 25.08.1826

4.     Olga Constantine, *17.04.1829, get 23.05.1829

5.     Charlotte Emma Eugenia, *15.01.1831, get. 17.05.1831

6.     Nicolai Alexander, *25.03.1833, get. 20.08.1833

 

Die Paten der Kinder stammen aus den örtlichen Adelsfamilien und dem Großbürgertum von Dorpat. Nur für Maria, die nur fünf Monate gelebt hat, konnte offenbar eine besonders hochgestellte Patin gefunden werden. In ihrer Taufeintragung heißt es „Taufzeugen: 1 Ihre kaiserliche Hoheit, die Frau Grossfürstin Maria, Erbgroßherzogin von Weimar …“ Dabei handelt es sich um die Grossfürstin Maria Pawlowna, einer Tochter des Zaren Paul, die durch Heirat mit Carl Friedrich v. Sachsen-Weimar auch Großherzogin von Weimar war. Wie es zu dieser Patenschaft gekommen ist konnte leider bisher nicht ermittelt werden.

 

Möglicherweise bestand eine Verbindung über die Familie Batsch aus Weimar. Eine Tochter von Hermann und Alexandra Faltin, namens Olga Marie Faltin hat 1873 den Vizeadmiral Karl Ferdinand Batsch geheiratet. Die Großmutter von Karl Ferdinand Batsch, Sophie Caroline Amalie Batsch, geb. Pfündel war nach dem frühzeitigen Tod ihres Mannes, des Botanikers und Jenaer Professors August Johann Georg Karl Batsch von 1805 bis 1824 als Erzieherin im Dienst des Großherzogs von Sachsen-Weimar und blieb von 1824 bis zu ihrem Tod im Jahre 1852 in einer Art dienstlichen Stellung zur Großfürstin Maria Pawlowna.

 

 

 

* sie wird auch als Baronin v. Rentel bezeichnet.

Die Familie v. Böttiger

Alexandra Faltin, geb. v. Böttiger entstammte einer angesehenen deutsch-baltischen Adelsfamilie. Ihr Vorfahr, Johann Friedrich von Böttiger (*1658, +19.08.1739) wurde am 24 Mai 1731 in den Reichsadelsstand erhoben. Er war russischer Hofrat und residierender Minister im niedersächsischen Kreise in Hamburg. (siehe Österreichisches Staatsarchiv AT-OeStA/AVA Adel RAA 37.37). 

Sein Nachkomme, der kursächsische Kammerherr und Kgl. Preussische Major, Alexius Gottfried v. Böttiger (1743-1806), erhielt auf dem livländischen Landtag am 18.10.1783 das Indignat und wurde in Livland unter Nr. 217 als Edelmann immatrikuliert. Er hatte sich mit der Tochter des Freiherrn v. Bruiningk vermählt, die ihm Schloss Rauden und Neu-Tennasilm zubrachte. Letzteres verkaufte er 1775. Ersteres tauschte er 1775 gegen Brinckenhof, welches er 1799 verpfändete.

Das von ihm 1777 erworbene Gut Fehsen verpfändeten 1815 seine Erben. Unter diesen war auch eine Tochter, die seit 1733 mit dem Grafen Alexis Petrowitsch Bestuschew v. Rumin vermählte Anna Katharina v. Böttiger, die mit ihrem vor der Ehe erzeugten Sohn Andrej Alexiewitsch, am 13. Juli 1745 in Dresden vom Kursächsischen Reichsvikariat den Grafenstand als "v. Bestuschew-Rumin" erhielt, indess nicht mit dem Wappen dieser Familien, sondern mit ihrem angeborenen Familienwappen, nur vermehrt durch drei Helme (ohne Kleinod) und zwei schildhaltende Löwen erhalten hatte ( siehe Der Adel der Russischen Ostseeprovinzen - die Ritterschaft, S. 249).

Als Beamter in Mitau

Herzogliches Schloss Mitau
Herzogliches Schloss Mitau

Im Jahre 1840 trat Herman Faltin seinen Dienst als Protokolist bei der kurländischen Gouvernementsregierung in Mitau an. Die Zivilbeamtenschaft war in Russland seit jeher die Domäne der höheren Stände und vor allem des Adels. Nach dem Dekabristenaufstand von 1825, hatte Zar Nikolaus I per Ukas vom 6.12.1826 den Eintritt in die Beamtenschaft weiter erschwert, so dass zur Zeit von Herman Faltin der Beamtendienst nur Adligen, Universitätsabsolventen und Söhnen von Kaufleuten der ersten Gilde und bestimmter freier Berufe möglich war.

Im Jahr 1845 übersetzte Hermann Faltin den Neunten Band des Russischen Ständerechts in die deutsche Sprache. Zu diesem Zeitpunkt hatte er den Zivilrang eines Titularrates inne. Dies entsprach dem neunten Rang der russischen Rangtabelle. Damit stand Hermann Faltin der  persönlichen Adel und die Anrede „Euer Wohlgeboren“ zu. Im selben Jahr wurde er zum Kollegienassessor, dem achten Zivilrang, befördert, der  bis 1847 den erblichen Adelstand mit sich brachte. Der Kollegienassessor gehörte zum Mittelbau der Zivilbeamtenhierachie und ihm stand die Anrede „Eure Hochwohlgeboren“ zu. Zu diesem Zeitpunkt wird Hermann Faltin auch als Tischvorsteher des livändischen Kameralhofs bezeichnet. Er war also mittlerweile zu etwas wie einem Ressortleiter im kurländischen Finanzministerium aufgestiegen.

Etwa 1847 ist Hermann Faltin aus dem Staatsdienst ausgeschieden um sich privatwirtschaftlicher Tätigkeit zu widmen. Seine Tochter berichtet in ihren Memoiren, dass er Lungenprobleme hatte und ihm eine sitzende Tätigkeit im Staatsdienst nicht gefiel. Möglicherweise hat auch der Tod seines Sohnes Alexander 1846 mit der Entscheidung zu tun. Auf jeden Fall müssen die Jahre 1846 bis 1847 recht turbulent und schicksalsreich gewesen sein.

Leben in Tambow und Orel

Schloss Kurakino
Schloss Kurakino

Im Jahr 1847 verließ die Familie Mitau in Kurland und zog ins Gouvernement Tambow, wo Hermann Faltin die Verwaltung der Güter seines Onkels Carl Alexander v. Vietinghoff übernahm. Zu diesem Zeitpunkt hatten Hermann und Alexandra Faltin zwei Töchter, Julie Henriette Fanny, die am 30 Mai 1844  geboren wurde und die am 29 Oktober 1846 geborene Julie Sophie. Über den Aufenthalt im Tambowschen Gouvernement ist nicht weiter bekannt. Am 20 August 1849 ist dort, angeblich in einem Ort namens Brailewka die dritte Tochter Marie Olga geboren worden.  Der Ort Brailewka konnte bisher nicht ermittelt werden. Einen Ort namens Brulewka gibt es aber im Gouvernement Mogiliew unweit von Tschetschersks, wo Hermann Faltin erst ab 1855 tätig war.

Ab etwa 1851 wurde Hermann Faltin Oberbevollmächtigter der Güter der Fürsten Kurakin[2]. Dazu zog die Familie nach Kurakino im Gouvernement Orel, wo sie vier Jahre lang bis 1855 blieb. Hermann Faltins Tochter berichtet dazu,  dass Kurakino ein alter Besitzt mit einem elegant möblierten Schloss war.

Die Familie bestand zu dieser Zeit aus Hermann und Alexandra Faltin, den drei Töchtern, der Schwiegermutter von Hermann Faltin, Helene Henriette v. Böttiger sowie einer unverheirateten Schwester von Alexandra Faltin, Adele v. Böttiger. Außerdem hatte man für die Kinder eine Gouvernante namens Fräulein Stechmesser engagiert. Im Jahr 1851 oder 1852 wurde in Kurakino der Sohn Oskar Faltin geboren.

 

[2] Im Jahr 1850 starb Fürst Boris Alexewitsch Kurakin (geb. 1784). Seine Frau die Fürstin Elisabetha Borissowna, geb. Prinzessin Galitzin (1790 — 1871), bewohnte weiterhin ihr Gut Kurakino im Gouvernement Orel und Stepanowskoe im Gouvernement Twer. Die Anstellung Hermann Faltins als Verwalter von Kurakino erfolgte vermutlich anlässlich des Todes von Fürst Boris Alexewitsch Kurakin

Tschetschersk

Schloss der Grafen Tschernyschew-Kruglikow in Tschetschersk
Schloss der Grafen Tschernyschew-Kruglikow in Tschetschersk

Im Jahre 1855 zog die Familie nach Tschetschersk im Gouvernement Mogilew, wo Hermann Faltin die Verwaltung der Güter der Grafen Tschernyschew-Kruglikow übernahm. Hermann Faltin blieb dort für sieben Jahre und in dieser Zeit wurde die jüngste Tochter, Adelaide Friederike Alexandra, genannt Sascha geboren. Aus den Memoiren von Julie Sophie Faltin geht hervor, dass die Familie gelegentlich für längere Zeit getrennt war. So lebten Hermann Faltins Frau Alexandra sowie ihrer Schwester Adele v. Böttiger mit den drei Töchtern seit 1861 für drei Jahre in Würzburg. Der Familie scheint es finanziell sehr gut gegangen zu sein. So beschäftigte man für die Kinder nicht nur eine deutsche Gouvernante sondern auch eine englische Erzieherin namens Miss Andrews.

Die letzten Jahre

Kishinew
Kishinew

Etwa 1863 wird Hermann Faltin seine Position in Tschetschersk verlassen haben. Nach den Angaben seiner Tochter lebte er etwa 1865 in Dünaburg, wobei nicht bekannt ist was er dort machte. Im Jahr 1867 hat Hermann Faltin seine Frau und Töchter in Wiesbaden getroffen die von einer längeren Reise aus Montreux zurückkamen. In Wiesbaden blieb die ganze Familie für ein Jahr, was nochmals die günstige finanzielle Situation unterstreicht. Im Album Academicum der Universität Dorpat von 1888 und 1889 heißt es das Hermann Faltin Landwirt im Gouvernement Tula und Fabrikbesitzer in Riga war. Diese Angaben könnten sich auf die 1870er Jahre beziehen. Im Album Academicum von 1888 heißt es auch, dass er in Riga privatisiert war, sich also zur Ruhe gesetzt hatte. Wann dies geschah ist jedoch nicht zu ermitteln. Auf jeden Fall haben Hermann und Alexandra Anfang der 1880er Jahre in Riga gelebt, wo Alexandra am 20. Januar 1882 gestorben ist. Hermann Faltin ging daraufhin nach Kischinew in Moldawien, wo sein Bruder Ernst Karl Rudolf Faltin Pastor, Divisionsprediger und Religionslehrer war. Am 18. Januar 1883 ist Hermann Faltin dort im Alter von 67 Jahren gestorben.

Kinder von Hermann und Alexandra Faltin

Hermann und Alexandra Faltin, geb. v. Böttiger hatten sechs Kinder, vier Töchter und zwei Söhne. Der erstgeborene Sohn ..... starb jedoch bereits im Kindesalter. .....

1. Alexander Christoph Eduard

* 21.06.1843 in Mitau, get. 6.08.1843

Paten: Oberlehrer Alexander Zimmermann, Theodor Schiemann, Fräulein Adelheid v. Böttiger

+ 1846 (an einer Meningitis) in Mitau, Kurland 

2. Julie Henriette Fanny

* 30.05.1844 in Mitau, get. August 1844 in Mitau, Trinitatis Kirche

Paten: Frau Julie Faltin, Frau Oberlehrerin Helene Zimmermann, Oberlehrer Hausmann

+ 14.12.1884 an Lungen TBC in Mentone, Frankreich (Cote d’Azure)

 

oo 26.03.1864 in Riga, Martin Carl Gustav Lösewitz, * 10.11.1830 in Riga, + um 1920 in Riga, Rigaer Ratsherr, Kaufmann und Ältester der Schwarzhäuptergilde (Grosse Gilde von Riga). Sohn des vor 1864 verstorbenen Kaufmann und Ältesten der Gilde, Eduard Wilhelm Lösewitz und dessen Ehefrau Auguste, geb. Ponst (Lesung ist fraglich)

 

3. Julie Sophie

Julie Sophie Rosenplänter (neé Faltin) und Friedrich Selmar Rosenplänter
Julie Sophie Rosenplänter (neé Faltin) und Friedrich Selmar Rosenplänter

* 29.10.1846 in Mitau, get. 26.01.1847 in Mitau, Trinitatis Kirche

Paten: Frau Collegien-Rätin Hausmann, Mad. Steffenhagen, Mad. Leitner, Herr (...?) Hofrath Dietrichs, Rigaischer (...?) Girad, Herr Oberlehrer Zimmermann.

+ 10.10.1925 in Kopenhagen, Dänemark

 

oo Friedrich Selmar Rosenplänter * 14.10.1832 in Pernau, + 02.03.1918 in Riga + 1884 in Omsk , Apotheker und Drogeriebesitzer in Omsk

Vater: Johann Heinrich Rosenplänter, *12.07.1782 in Wolmar, Estland, +15.04.1846 in Pernau. Geistlicher und Sprachforscher der Estnischen Sprache. Privatlehrer in Reval, Domschule. Kanzlist in Riga. Studierte Theologie in Dorpat. Pastor in Torgel, Livland; ab 1809 Pastor der Elisabeth Kirche in Pernau.

Mutter: Nathalie v. Gernet *02.02.1796.

4. Marie Olga

Marie Olga Batsch (neé Faltin)
Marie Olga Batsch (neé Faltin)

* 20.08.1849 in Brailewka, Gouvernement Tambow, Russland + 11.10.1922 in Weimar

oo 20.05.1873 in Wiesbaden, Karl Ferdinand Batsch, * 10.01.1831 in Eisenach

+ 22.11.1898 in Weimar

 

Ehe mit dem Vizeadmiral Ferdinand Batsch

Karl Ferdinand Batsch
Karl Ferdinand Batsch

Im Jahr 1873 heiratete Marie Olga Faltin den Marineoffizier Karl Ferdinand Batsch in Wiesbaden. Karl Ferdinand Batsch stand zuletzt im Range eines Vizeadmiral. Er besuchte bis zum 14. Jahre die Schule seiner Vaterstadt, später das Gymnasium zu Erfurt und ging 1846 als 15 jähriger Sekundaner zur See. Von seiner ersten großen Reise, die er auf der preußischen Bark Elisabeth nach Ostindien und China machte, zurückgekehrt, trat er 1848 als Matrose zweiter Klasse beim Marinebataillon zu Stettin ein.

 

Anschliessend wurde er als Midshipman in die Flotte der Vereinigten Staaten kommandiert, besuchte später nach mehrfachen Übungsfahrten an Bord der nordamerikanischen Fregatten Lawrence, Adler und Merkur die Marineschule zu Stettin und wurde, nachdem er sich auf seinen weiten Reisen als ein ebenso umsichtiger als unerschrockener Offizier bewährt hatte, 1856 zum Lieutnant zur See erster Klasse ernannt.

 

Nach einer zweijährigen (1860-1861) Dienstleistung in der englischen Flotte wurde er 1862-64 als Adjutant beim Oberkommando der Marine verwendet und fand im April 1864 wiederholt Gelegenheit, an Bord der Grille an Gefechten gegen die dänische Flotte teilzunehmen. Im Mai desselben Jahres wurde er zum Korvettenkapitän befördert, kommandierte 1864-65 die Victoria und 1865-67 das Kadettenschiff, bis er zum Chef des Stabes beim Oberkommando der Marine ernannt wurde.

 

Er begleitete 1870, zum Kapitän zur See avanciert, als Chef des Stabes das Geschwader des Prinzen Adalbert von Preußen nach den Azoren, mußte jedoch wegen des Ausbruchs des Deutsch-Französischen Krieges die Reise unterbrechen und nahm wieder seine Stellung im Oberkommando ein, das zu einer Kommandoabteilung des Marineministeriums umgeformt wurde. Im Jahre 1871 unternahm er mit den Schiffen Vineta und Gazelle eine zweijärige Expedition nach Westindien, wurde 1873 zum Chef des Stabes der Admiralität und 1875 zum Kontreadmiral ernannt. In den Jahren 1876-78 befehligte er als Geschwaderchef mehrere Expeditionen im Mittelmeer, von denen die Letzte durch den Untergang des Schiffes Großer Kurfürst bei Folkestone am 31.Mai 1878 ein trauriges Ende fand.

 

Von vielen Seiten wurde Batsch als Hauptschuldiger für die Katastrophe verantwortlich gemacht, weil man die Ursache des Zusammenstoßes der beiden Panzerschiffe lediglich in der von ihm befohlenen zu geringen Distanz derselben finden zu müssen glaubte. Der Chef der Admiralität von Stosch verteidigte jedoch im Reichstag das Verhalten Batschs auf das lebhafteste und schob die Schuld des Unglücks ausschließlich auf die mangelhafte Ausführung der gegebenen Befehle. Trotzdem wurde Batsch wegen Nichtbeachtung der Vorschriften über die einzuhaltende Distanz für schuldig erklärt und im Juli 1879 zu sechs Monaten Festung verurteilt. Der Kaiser bestätigte das Urteil, begnadigte Batsch aber, nachdem derselbe erst zwei Wochen seiner Haft auf der Festung Magdeburg verbüßt hatte, und ernannte ihn sogar unmittelbar darauf zum Departementsdirektor in der Admiralität, 1880 zum Vizeadmiral und 1881 zum Chef der Marinestation der Ostsee.  

Karl Ferdinand Batsch starb am 22.11.1898 in Weimar. 

Kinder von Marie Olga Faltin und Karl Ferdinand Batsch

Karl Ferdinand Batsch und Olga Batsch (neé Faltin) hatten vier Kinder: Elsa Alexandra, Olga Therese, Karl Ernst Adalbert und Karl Oskar.

Olga Therese, genannt Trissy wurde am 21.06.1876 in Berlin geboren. Sie starb 1959. Sie wurde an den Kunstschulen in Dresden, in Siena und in Florenz zur Malerin ausgebildet. Auf der Suche nach guten Lehrern kam sie in die Schweiz und wurde von Ferdinand Hodler und viele Jahre von Cuno Amiet als Schülerin angenommen. Zu ihrem Freundeskreis zählten Giovanni Giacometti, Ernst Kreidolf, Welti. Allen gemeinsam war die Verehrung des großen italienischen Malers Giovanni Segantini. Giovanni Giacometti widmete ihr eine Radierung vom Totenbett Segantinis und dieses Bild begleitete sie durch widrige Zeiten bis zu ihrem eigenen Tode. Ein großes Vorbild war Ferdinand Hodler, der auf den Postkarten, die sie von Cuno Amiet bekam, immer wieder Thema war. Olga Therese war zweimal verheiratet. Ihr erster Ehemann hiess Watson; der Vorname ist nicht bekannt. Ihr zweiter Ehemann war der Schriftsteller Eugen Kalkschmidt (oo 03.07.1905 in Buddelkehmen, +1962 in München. 

 

Karl Ernst Adalbert (*27.01.1879 in Wilhelmshaven, + 1949). Ernst Batsch folgte seinem Vater nach und wurde Marineoffizier. Er war Konteradmiral in der Kriegsmarine des III. Reichs. Seine Ehefrau (oo10.08.1914) hiess Annie Gruner (*17.11.1888 in Berlin, + ca. 1965)

 

Über Elsa Alexandra und Karl Oskar Batsch ist nichts bekannt. Oskar soll 1881 geboren worden sein.

 

 

5. Oskar Heinrich

Zlota Ksiega, Szlachty Polskiej, 1902
Zlota Ksiega, Szlachty Polskiej, 1902

Oskar Faltin wurde 1851 oder 1852 in Kurakino, Kreis Orlov, Gouvernement Orel in Russland geboren. In einigen Ahnentafeln wird sein Geburtsort mit Bogoroditsk, Tula angegeben. Dies dürfte aber falsch sein. Sein Vater Hermann Faltin war zurzeit seiner Geburt Oberbevollmächtigter der Güter des Fürsten Kurakin im Gouvernement Orel. Oskar Faltin wurde vermutlich 1915 bei der Deportation der Deutschen ermordet. 

 

oo Maria Sviatopolk-Mirska, * ca. 1850 in Kasimirovka, Vitebsk. Ihre Eltern waren der russische Major Stefan Sviatopolk-Mirski und Henriette Weidlich. Maria hatte noch mindestens drei Brüder Heinrich (Henryk), Sigismund (Zymunt)und Theodor (Teodor), sowie eine Schwester namens Elisabeth (Elzbieta). Diese war mit Ernst Gotthilf Wilhelm Alois Bonin (*1847) verheiratet. 

Das nebenstehende Bild zeigt die Stammreihe der Familie Sviatopolk-Mirski der Linie Horanska von der achten bis zur 11. Generation. Maria (Marya) Sviatopolk-Mirski erscheint am Ende der Seite mit dem Hinweis, dass sie einen Faltin geheiratet hat.

Als Gutsbesitzer in Russland

Fürst Lew Lyudvigowitsch Radziwill
Fürst Lew Lyudvigowitsch Radziwill

Oskar Faltin lebte mit seiner Familie unweit der letzten Arbeitsortes seines Vaters bei Olschany im Kreis Mozyr, Gouvernement Mogiliev (Oblast Gomel), im heutigen Weissrussland. Dort bewirtschaftete er ein Gut von rund 1600 ha Land. 

 

Oskar Faltin besass dieses Gut zunächst nur als Pächter, des Fürsten Lew Lyudvigovich Radziwill. Fürst Radziwill wurde 1808, unter dem Namen Leon Hieronim, als Sohn des Fürsten Lyudvig Nikolai Radziwill in Warschau geboren. Seit seinem Eintritt in die russische Armee führte er die russifizierte Form seines Namens, Lew Lyudvigovich Radziwill. Im Jahr 1869 wurde er zum General der Kavallerie ernannt. Seine Frau hiess Fürstin Sofia Aleksandrovna Urusova.

 

Radziwill besass ausgedehnte Latifundien im heutigen Weissrussland. Zur Bewirtschaftung seines Landes bestellte er verschiedene, meist deutsche, Pächter als sogenannte Arendatoren. Zu den grössten dieser Arendatoren zählten ein gewisser Feodor Ivanovitsch Ager, ein gebürtiger Kurländer und Oskar Faltin, dessen Vater ebenfalls aus Kurland stammte. Nachdem Fürst Radziwill Ende 1884 kinderlos gestorben war, konnte Oskar Faltin das Gut von den Erben kaufen. 

Kinder von Oskar und Maria Faltin

Wilhelm Faltin

 

verh. mit Luise Weber

5.1. Wilhelm Faltin

Kinder von Wilhelm und Luise Faltin

Wilhelm und Luise Faltin, geb. Weber hatten acht oder neun Kinder. Im Jahr 1915 wurde Luise Faltin mit ihren Kindern nach Uralsk, im Gouvernement Orenburg verbannt. Nur vier Kinder haben die Reise und das harte Leben in der Verbannung überlebt. Nach dem Ende des russischen Bürgerkrieg kam die Familie Anfang der 1920er Jahre frei und reiste nach Ostpreussen. Luise Faltin und ihre Kinder waren bei ihrer Ankunft in Ostpreussen schwer krank und verbrachten einige Wochen in einem Krankenhaus in Königsberg. Einige Hilfszahlungen mussten sie für die Arztkosten aufwenden. Nachdem die Gesundheit wieder einigermassen hergestellt war, liessen sie sich bei Nikolaiken nieder.

5.1.1 Wilhelm Faltin

Wilhelm Faltin, ca. 1930
Wilhelm Faltin, ca. 1930

Wilhelm Faltin wurde 1899 im Kreis Mosier in Russland geboren. Er war womöglich das erstgeborene Kind von Wilhelm und Luise Faltin, (neé Weber). Als die Familie 1915 enteignet und nach Uralsk deportiert wurde, war er bereist 15 oder 16 Jahre alt. Vermutlich musste er in dieser Situation die Rolle des Mannes in der Familie übernehmen und seinen ermordeten Vater ersetzten. Im russischen Bürgerkrieg von 1917 bis 1921 musste Wilhelm Faltin als Soldat bei der Verteidigung einer Stadt helfen, so hat es zumindest die spätere Frau seines jüngeren Bruders erzählt.

Wie lange Wilhelm Faltin nach der Ausreise der Familie aus Russland noch in Ostpreussen blieb ist nicht bekannt. Anfang der 1930er Jahre lebte er in dem Dorf Jessen im Kreis Spremberg in Sachsen. Womöglich arbeitete er dort im Kohlebergbau. Im Sommer 1933 kehrte er nach Ostpreussen zurück, wo er am 01.07.1933 in Selbongen, Kreis Sensburg seinem Leben selber ein Ende setzte. Über die Beweggründe für seinen Suizid ist nichts bekannt. Die Beerdigung fand am 04.07.1944 statt. Wilhelm Faltin war unverheiratet und hinterliess keine Kinder.

 

5.1.2 Olga Faltin

Zu Olga Faltin gibt es keine näheren Informationen. Sie wurde vermutlich zwischen 1900 und 1908 geboren und kam wohl auf dem langen und beschwerlichen Weg in die Verbannung nach Uralsk ums Leben.

5.1.3 Adolf Faltin

Adolf Faltin, ca. 1950
Adolf Faltin, ca. 1950

Adolf Faltin wurde am 08.10.1908 im Kreis Mosier, Russland geboren....

5.1.4 Heinrich Faltin

Heinrich Faltin, ca. 1935
Heinrich Faltin, ca. 1935

IN ARBEIT ....

 *16.09.1910 in Kreis Mosier, Russland

+05.03.1945 gefallen auf der Halbinsel Hela in Westpreussen.

 

 

Heinrich Faltin

 

Steuerkarte 1936:

Geboren am: 16.09.09

 

Oschlinan (Russland)

 

Das Geburtsdatum ist falsch. Heinrich Faltin wurde am 16.09.1910 geboren. Dies geht aus der Feldpostkarte seines Bruders zu seinem 34. Geburtstag 1944 hervor.

 

Der Ortsname „Oschlinan (Russland)“ taucht in dieser Form nur auf diesem Dokument auf. Interessant ist, dass der Ort in Russland gelegen haben soll. Diese Information kann nur von Heinrich Faltin selber stammen.

 

Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht

 

„Heinrich Faltin, geb. am 16.09.1911 in Olschienen“

 

Diese Angaben dürften aus dem Wehrmachtsausweis von Heinrich Faltin stammen. Das Geburtsjahr ist wieder falsch angegeben.

 

Der Ortsname „Olschienen“ existierte in Ostpreussen, z.B. bei Ortelsburg. Dieser Ortsname wurde auch von Adolf Faltin als sein Geburtsort verwendet. Laut KB sind aber Heinrich und Adolf Faltin dort nicht geboren. Vermutlich sollte dieser Geburtsort ihnen eine Reichsdeutsche Herkunft bestätigen.

 

 

Deutsches Rotes Kreuz, Generalsekretariat Suchdienst München

 

„Heinrich Faltin, geb. 16.09.1911 in Olschienen, Kr. Mosiev /Ostpreussen“

 

Das Geburtsjahr ist mit 1911 falsch angegeben. Der Ort „Olschienen“ stimmt mit den Angaben der Dienstelle oben überein. Allerdings kommt hier noch ein „Kreis Mosiev“ in „Ostpreussen“ hinzu. Einen „Kreis Mosiev“ gab es nicht in Ostpreussen.  Der Name Mosiev ist vermutlich verlesen und muss richtig „Mosier“ heissen.

 

 

Heiratsschein, Reg. Nr. 12, 1936

 

Heinrich Faltin (aus Wosnitzen)

„Geb. am 16.09.1911 in Olschienen, Kreis Mosier“

 

 

Dies sind offenbar die offiziellen Lebensdaten von Heinrich Faltin. Das Geburtsjahr ist vermutlich falsch. Der Geburtsort ist mit „Olschienen“ angegeben der in einem „Kreis Mosier“ gelegen hat.

 

Ehe mit Minna Behnert

Minna Faltin (neé Behnert), 1927
Minna Faltin (neé Behnert), 1927

5.1.5 Ottilie Faltin

Ottilie Faltin

 

Registrierschein Nr. 69/61, 62, 64 + 65, Grenzdurchgangslager Friedland

 

Ottilie Michalowski, geb. Faltin

Geb.-Datum: 24.03.1915

Geburtsort: Olschien/Krs. Mosier/Ukraine

6. Adelaide Friederike Alexandra (Sascha)

* 13.04.1857 (01.04. a.D.) in Tschetschersk, (Südöstlich von Minsk), Gouvernement Mogilev, heute Oblast Gomel

+ 06.06.1944 in Apolda, beerdigt in Weimar, Wohnte zuletzt in Stobraer Str. 65/67, Apolda (Altenheim, Carolinenheim)

 

oo 12.11.1884 in Weimar (St.-Amt Weimar I, Nr 113/1884) Dr. med. Christian Friedrich Wolfgang Burckhardt, * 19.07.1840 in Remlingen, + 19.04.1900 in Würzburg, beerdigt in Weimar, Praktischer Arzt und Augenarzt